15 GALERIE PAMME-VOGELSANG

AKTUELL

Bold: rhy, 2020, Acryl, Öl auf Leinwand, 100 x 120 cm

Bold: rhy I, 100 x 120 cm, 2020, Öl auf Leinwand, 100x120 cm

Bold: Rheinnotation (allegretto), 2020, Acryl, Öl auf Leinwand,
120 x 120 cm

Bold: Rheinnotation (adagio), 2020, Acryl und Öl auf Leinwand,
120 x 120 cm

Nicole Bold: die Zeit war reif, 2020, Acryl Öl auf Leinwand

AKTUELL

mit den Augen verreisen

Nicole Bold

Eröffnung: 20. November, 12 – 21 Uhr

Ausstellung: 20. November bis 16. Januar 2021

Di–Fr von 12–18h / Sa von 11–15h u.n.V.

 

GALERIE PAMME-VOGELSANG
Hahnenstraße 33
50667 Köln

+49-221-80 15 87 63
info@pamme-vogelsang.de
www.pamme-vogelsang.de

 

mit den Augen verreisen

Die zweite Einzelausstellung von Nicole Bold in unserer Galerie zeigt neue Arbeiten aus 2020. Das diesjährige Aufenthalts-Stipendium der Stiftung Bartels Foundation in Basel hat Nicole Bold genutzt, um zahlreiche neue Kunstwerke zu schaffen und sich intensiv und ungestört mit ihrer Kunst und ihrer persönlichen Entwicklung als Künstlerin zu beschäftigen.

Trotz zwischenzeitlichem Corona-Lockdown konnte Nicole Bold in diesem Jahr ihr Atelierstipendium der Stiftung Bartels Foundation im „Markgräflerhof“ in der Basler Altstadt realisieren. Sie nutzte die Zeit, um die Stadt Basel mit ihrer Kunst, Kultur und ihren regionalen Eigenarten zu entdecken und die so gewonnenen Inspirationen künstlerisch zu verarbeiten.

 

Das in Basel weit verbreitete tägliche Schwimmen im Rhein gehörte für sie unbedingt dazu. Es überrascht daher nicht, dass der Rhein ein wichtiges Thema in ihren Baseler Arbeiten ist. Das fließende Wasser, seine stete Veränderung in Farbe, Temperatur und sinnlicher Anmutung, auch das Moment der ‚fließenden‘ Zeit kann von dem aufmerksamen Betrachter ihres Rhein-Gemäldezyklus nachempfunden werden.

 

Nicole Bold hat sich in diesem Baseler Jahr in ihrer Malerei weit vorgewagt und sich dabei immer abstrakter mit den Erscheinungen der Natur auseinandergesetzt. Es ist ihr gelungen „ein Extrakt“ von dem wiederzugeben, was sie gesehen und nachhaltig beschäftigt hat. Dabei ist sie ihren Themen – Landschaften und Pflanzen – treu geblieben.

 

Die Grenzen allerdings, welche die Malerei setzt, konnte sie einmal mehr ein Stück weit überschreiten. Hierbei handelt es sich um die künstlerische Herausforderung, das (Ab-)Bild von Landschaft mit all ihren Naturerscheinungen in den engen Raum der Leinwand zu bannen. Diese Aufgabe bewältigt die Künstlerin mit einer subtilen Spannung zwischen Fläche und Raum, Flüchtigkeit und fester Struktur, Licht und Dunkelheit.

 

Nicole Bold malt vornehmlich mit Ölfarbe, die sie in vielen Schichten und Überlager-ungen auf die Leinwand aufträgt – mal als eine entrückende, tiefenräumlich wirkende Lasur, mal kraftvoll pastos. Dabei durchdringen und vernetzen sich geschlossene Farbflächen mit Linien, die Ahnungen und Erinnerungen von Naturereignissen und Wachstums- und Fließprozessen evozieren. An anderen Stellen wiederum ver-schließt die Künstlerin Teilflächen in Gänze und hält so das Auge des Betrachters auf maximale Distanz.

 

Die Malerei von Nicole Bold ist im schönsten Sinne aufregend. Mit ihrer sinnlichen Haptik ziehen die Bilder den Betrachter in den Bann und verweigern sich zugleich jeder allzu schnellen oder einfachen Vereinnahmung. In kreativer, konzentrierter Unruhe sucht das Auge des Betrachters dem der Künstlerin zu folgen und den Werken die Geheimnisse zu entlocken, die den‚ Landschaftsräumen‘, dem‚ Pflanzen-dschungel‘ oder den‚ Wasserspiegelungen‘ eingeschrieben sind.

 

Eröffnung: 20. November, 12 – 21 Uhr

Ausstellung: 20. November bis 16. Januar 2021

Di–Fr von 12–18h / Sa von 11–15h u.n.V.

 

ARCHIV

Manfred Gipper: Collage_01/20, 2020;  © Manfred Gipper/VG Bild-Kunst, Bonn, 2020

Manfred Gipper: Türme, 2020;  © Manfred Gipper/VG Bild-Kunst, Bonn, 2020

 

ARCHIV

Realitätssprünge

Manfred Gipper

Eröffnung: 4. September, 18 – 19 Uhr

Künstlergespräch: 7. November 2020, 13 Uhr mit Dagmar Schmidt (Kunstmuseum Ahlen)

Ausstellung: 4. September bis 7. November 2020

Di–Fr von 12–18h / Sa von 11–15h u.n.V.

 

GALERIE PAMME-VOGELSANG
Hahnenstraße 33
50667 Köln

+49-221-80 15 87 63
info@pamme-vogelsang.de
www.pamme-vogelsang.de

 

Realitätssprünge

Was ist Realität – was ist Vorstellung? Die Frage ist nicht neu, gewinnt aber mit der fortschreitenden Entwicklung „virtueller Realitäten“ zunehmend an Bedeutung. Was gestern noch als gesichert galt, gilt heute vielleicht schon nicht mehr. Macht die Realität Sprünge? Oder hat die Realität eventuell selbst Sprünge?

 

Mit diesem Thema beschäftigt sich Manfred Gipper in seinen neuen Arbeiten, die wir vom 4. September bis 7. November präsentieren. Es ist die vierte Einzelausstellung des Künstlers in der Galerie Pamme-Vogelsang.

 

Wir zeigen Gemälde, Collagen und Objekte in denen der Künstler uns fortlaufend mit der Frage konfrontiert: „Was sehe ich? Sehe ich im Bild etwas Reales? Oder ist, was ich sehe, nur eine „Illusion“, die ich mir als Betrachter als Realität imaginiere / interpretiere?

 

In seiner Malerei setzt Gipper realistisch angelegte Motive in expressive Farben und Farbfelder, sodass ein spannungsreicher Dialog zwischen der konkreten Form der Objekte und den abstrakten Farbflächen entsteht. Gegenüber früheren Arbeiten sind die neuen Leinwandbilder von Gipper in ihrer gesamten motivischen Anlage, Farbgebung und Ausdrucksgebärde kühner und expressiver geworden.

 

In einigen seiner malerisch angelegten, vermeintlich menschenleeren Architekturen atmet wieder Leben. Die >Bewohner< scheinen zurückgekehrt um sich den Widerständen und Verwerfungen in Stadt und Gesellschaft zu stellen. Darauf verweisen auch schon die Bildtiteln wie „Stimmung!“, „Risse“ oder „Tendenzen“. Die Objekte hingegen, Häuser, wie z.B. in der Arbeit „Pontormo_C_02“ wirken dagegen wie Relikte einer vergangenen Welt.

 

Die Ausstellung „Realitätssprünge“ zeigt die Auseinandersetzung des Künstlers mit den Ambivalenzen zwischen Vergangenheit / Gegenwart und den Optionen für unsere Zukunft. Wie wird die Stadt künftig aussehen, welche Aufgabe fällt den überkommenen Architekturen in den Lebensräumen des Anthropozän zu? Der Mensch hat „seinen“ Erdplaneten verändert. Mit welchen Strategien und (Kultur)Techniken wird er im neuen Erdzeitalter (über)leben?

 

Diese und darüber hinausführende Fragen kommen bei der Betrachtung der Arbeiten von Manfred Gipper ins Bewusstsein, und mit ihnen begibt sich der Betrachter dann unvermittelt in das innerbildliche und außerbildliche Zeitgeschehen.

 

Im Künstlergespräch mit Manfred Gipper und Dagmar Schmidt (Kunstmuseum Ahlen) wollen wir die Intentionen und „Realitätssprünge“ des Künstlers näher ergründen und disputieren. Das Künstlergespräch erfolgt im Rahmen der Finissage am 7. November 2020 um 13 Uhr.

 

Manfred Gipper studierte an der Kunstakademie Münster und war Meisterschüler bei Prof. Hermann-Josef Kuhna. 2005 erhielt er ein Stipendium der Cranach-Stiftung, Wittenberg. Weitere Stipendien und geförderte Arbeitsaufenthalte folgten u.a. in Basel, Frankfurt/Oder, Klaipeda (LIT) und Tallinn (EST). Seit 1985 lebt und arbeitet der Künstler in Berlin. Er ist mit seinen Bildern in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen und Sammlungen vertreten.

 

Künstlergespräch: 7. November 2020, 13 Uhr mit Dagmar Schmidt (Kunstmuseum Ahlen)

Ausstellung: 4. September bis 7. November 2020

Di–Fr von 12–18h / Sa von 11–15h u.n.V.

 

ARCHIV

Claudia Keller: Wasserspiegel, o.J. (um 1977), Farbserigraphie, ©Gudrun Pamme-Vogelsang, 2020

Edgar Tezak-Neogy: Südseeparadiesszenen mit Frosch und Echsen, Blatt 1, 1982, Gouache, ©Gudrun Pamme-Vogelsang, 2020

Marcel Friedrich Weber: Narr, 2017, Gips, Flusen, Kunststoff, 62 x 64 x 86 cm, © Marcel Friedrich Weber, 2020

Stefan Rosendahl: Installationsansicht: in situ II (ordoror ergo sum) installiert im Archäologischen Museum Münster, 2017, Kunststoff, Höhe jeweils 41 cm, ©Stefan Rosendahl/VG Bild-Kunst, Bonn, 2019

 

ARCHIV

ENTDECKT

Joannis Avramidis, Ernst Barlach, Nicole Bold, Wang Fu, Bruno Bruni, Corneille, Otto Eglau, Ernst Geitlinger, Manfred Gipper, Georg Gresko, Karl-Heinz Hansen-Bahia, Claudia Keller, Rolf-Maria Krückels, Alfred Kubin, Gerhardt Marcks, Bettina Meyer, Matthias Pabsch, Robin Page, Otto Pankok, Sandra Riche, Stefan Rosendahl, Rolf Schanko, Guiseppe Santomaso, Heike Schwegmann, Kishin Shinoyama, Nele Ströbel, Edgar Tezak-Neogy, Félix Vallotton, Bart Vandevijvere, Vadim Vosters, Lioba Wagner, Marcel Friedrich Weber, Karla Woisnitza, Fritz Wotruba, Heinz Zolper

Eröffnung: 26. Juni, 18 – 23 Uhr

Ausstellung: 26. Juni bis 29. August 2020

Di–Fr von 12–18h / Sa von 11–15h u.n.V.

 

GALERIE PAMME-VOGELSANG
Hahnenstraße 33
50667 Köln

+49-221-80 15 87 63
info@pamme-vogelsang.de
www.pamme-vogelsang.de

 

ENTDECKT

Der diesjährige Sommerurlaub wird außergewöhnlich – anders! Viele liebgewonnene Gewohnheiten müssen wohl über den Haufen geworfen werden.

Mit unserer diesjährigen Sommerausstellung wollen wir dagegen die Tradition fortsetzen, Ihnen im Sommer eine spannungsvolle Gesamtschau künstlerischer Positionen aus den letzten 70 Jahren vorzustellen.

Wieder haben wir Arbeiten ausgewählt und miteinander in Beziehung gebracht, die eine gehörige „Tiefgründigkeit“ zeigen und gleichzeitig mit Schwung, spürbarer sommerlicher Anmutung, Witz und Lockerheit überzeugen.

Zu den ausgestellten Künstlern zählen neben den Künstlern der Galerie u.a. Joannis Avramidis, Ernst Barlach, Bruno Bruni, Corneille, Otto Eglau, Ernst Geitlinger, Georg Gresko, Karl-Heinz Hansen-Bahia, Alfred Kubin, Gerhard Marcks, Heinz Metell, Robin Page, Otto Pankok, Guiseppe Santomaso, Kishin Shinoyama, Félix Vallotton, Fritz Wotruba, …

 

Eröffnung: 26. Juni, 18 – 23 Uhr

Ausstellung: 26. Juni bis 29. August 2020

Di–Fr von 12–18h / Sa von 11–15h u.n.V.

 

ARCHIV

ABGEFORMT

Marcel Friedrich Weber, Stefan Rosendahl

Eröffnung: 22. Mai, 18 – 21 Uhr

Ausstellung: 22. Mai bis 20. Juni 2020

Di–Fr von 12–18h / Sa von 11–15h u.n.V.

 

GALERIE PAMME-VOGELSANG
Hahnenstraße 33
50667 Köln

+49-221-80 15 87 63
info@pamme-vogelsang.de
www.pamme-vogelsang.de

ABGEFORMT

Unter dem Titel „Abgeformt“ zeigen wir vom 22. Mai bis zum 20. Juni eine Dialogausstellung mit Arbeiten von Marcel Friedrich Weber und Stefan Rosendahl.

Gemeinsam ist den Bildhauern, dass sie mit dem Mittel der Abformung Mensch und Welt zu ergründen suchen. Darüber hinaus arbeiten sie jedoch gänzlich verschieden. So entsteht in der Ausstellung eine zusätzliche Spannung, die dem Besucher unerwartete neue Zugänge zur Kunst der beiden Bildhauer öffnen.
 

Marcel Friedrich Weber (*1989) studierte an der Kunsthochschule Mainz und zeigt seit 2011 seine skulpturalen Bilderfindungen. Diese schöpft er aus den Materialien Stoff, Gips, Beton sowie Artefakten aus dem Bauwesen. Mittels selbstgenähter Stoffhüllen kreiert er seine Abformungen in Gips und Beton. Dabei entstehen abstrakte Formen mit ungemein feinen Oberflächen die im Gegensatz zur Schwere des Betons bzw. des Gips stehen. Dieser Antagonismus zwischen fließender und fester Stofflichkeit weiß der Bildhauer in poetische Narrativen zu verdichten.

Die Spannung in den Arbeiten von Stefan Rosendahl (*1970), der an der Kunstakademie Münster studierte, entsteht durch Reduktion, Material, Farbe und Monumentalisierung, die im Kontrast zu ihrer jeweiligen bildnerischen Vorlage steht. Vornehmlich nimmt Rosendahl an seinem eigenen Körper Maß. Die Anthropometrie, die Idee um die exakte Bestimmung menschlicher Maßverhältnisse, ist gleichsam die Basis von der aus Stefan Rosendahl seine bildhauerischen Arbeiten entwickelt um grundsätzliche Fragen der Bildhauerei und des Menschenbildes zu verhandeln.

Eröffnung: 22. Mai, 18 – 21 Uhr

Ausstellung: 22. Mai bis 20. Juni 2020

Di–Fr von 12–18h / Sa von 11–15h u.n.V.