15 GALERIE PAMME-VOGELSANG

AKTUELL

Heike Schwegmann: stabiler Raum, 2019, Aquarell auf Papier, 29,5 x 21 cm

alle Abbildungen: © Galerie Pamme-Vogelsang

 

AKTUELL

den Raum verlassen

Heike Schwegmann

Ausstellung:  25.3. bis 1. Mai 2021

Di–Fr von 12–18h / Sa von 11–15h u.n.V.

GALERIE PAMME-VOGELSANG
Hahnenstraße 33
50667 Köln

+49-221-80 15 87 63
info@pamme-vogelsang.de
www.pamme-vogelsang.de

den Raum verlassen

Die Galerie Pamme-Vogelsang freut sich sehr, die mehrfach verschobene Einzelausstellung „den Raum verlassen“ von Heike Schwegmann am 25. März 2021 zu eröffnen. Es ist dies bereits die vierte Einzelausstellung der Künstlerin in der Galerie Pamme-Vogelsang und wir zeigen neue Leinwandbilder und Aquarelle.

Der Ausstellungstitel passt in unsere Gegenwart, in der die Komplexität der Welten-dinge nun für jeden sichtbar jegliche Sicherheit und Erkenntnis in Frage stellen. Nichts ersehnen wir derzeit mehr als endlich wieder „Räume“ verlassen zu können und dass sich verschlossene Räume wieder für alle öffnen. Corona mitsamt ihren Begleiterscheinungen und Nebeneffekten lieferte auch Heike Schwegmann viel Treibstoff für ihre neuen Arbeiten, die in dieser pandemischen Zeit entstanden sind.

Einige der Bildtitel, wie z.B. „als wir plötzlich Zeit hatten“ geben einen klaren Hinweis auf die Aktualität der Arbeiten. Auch das Aquarell „Spaziergang Winter 2021“, welches eine Person zeigt, die offensichtlich auf ihrem Bett spazieren geht. Dabei bleibt die Außenwelt schemenhaft und dringt einzig mit dem voyeuristischen Blick des Betrachters in das Zimmers ein. Dort beobachten wir sodann die Protagonistin bei ihrem verzweifelten Tun, eine Normalität aufrecht zu erhalten.

Trotz ihres Einbettung in die Gegenwart weisen die Bilderfindungen von Heike Schwegmann weit über den aktuellen Bezugsrahmen hinaus und sind solide mit den ursächlichen Themen und Fragen der Künstlerin an die Malerei verhaftet.

n ihrer neuen Werkgruppe überrascht Heike Schwegmann mit kühnen malerischen Experimenten. Dabei erforscht sie die Figur im Farbraum und es ist spannend zu beobachten, wie sich ihre Protagonisten mal mit und mal gegen die Malerei in diesem Farbraum durchsetzen. In ihren neuen Arbeiten lässt Heike Schwegmann die ´Bildgeschichten` zugunsten der Malerei zurücktreten, ohne sich jedoch von ihren Erzählungen, von ihren Themen und ihrer Malweise zu trennen.

Entsprechend sind es wiederum vermeintliche ´Alltagszenen` - „Auszüge aus dem Dasein“, wie Heike Schwegmann einmal formulierte. Mit ihren malerischen Mitteln entzieht sie den Bildern die Realität unseres tradierten Sehens. So entsteht ein Spiel mit Form und Farbe, Fläche und Raum – und mit einem Augenzwinkern.

Ausstellung:  25.3. bis 1. Mai 2021

Di–Fr von 12–18h / Sa von 11–15h u.n.V.

GALERIE PAMME-VOGELSANG
Hahnenstraße 33
50667 Köln

+49-221-80 15 87 63
info@pamme-vogelsang.de
www.pamme-vogelsang.de

ARCHIV

 

Bold: rhy, 2020, Acryl, Öl auf Leinwand, 100 x 120 cm

Bold: rhy I, 100 x 120 cm, 2020, Öl auf Leinwand, 100x120 cm

Bold: Rheinnotation (allegretto), 2020, Acryl, Öl auf Leinwand,
120 x 120 cm

Bold: Rheinnotation (adagio), 2020, Acryl und Öl auf Leinwand,
120 x 120 cm

Nicole Bold: die Zeit war reif, 2020, Acryl Öl auf Leinwand

ARCHIV

mit den Augen verreisen

Nicole Bold

Ausstellung: 20. November bis 30. April 2021

Di–Fr von 12–18h / Sa von 11–15h u.n.V.

GALERIE PAMME-VOGELSANG
Hahnenstraße 33
50667 Köln

+49-221-80 15 87 63
info@pamme-vogelsang.de
www.pamme-vogelsang.de
 

mit den Augen verreisen

Die zweite Einzelausstellung von Nicole Bold in unserer Galerie zeigt neue Arbeiten aus 2020. Das Aufenthalts-Stipendium der Stiftung Bartels Foundation in Basel hat Nicole Bold genutzt, um zahlreiche neue Kunstwerke zu schaffen und sich intensiv und ungestört mit ihrer Kunst und ihrer persönlichen Entwicklung als Künstlerin zu beschäftigen.

Trotz zwischenzeitlichem Corona-Lockdown konnte Nicole Bold ihr Atelierstipendium der Stiftung Bartels Foundation im „Markgräflerhof“ in der Basler Altstadt realisieren. Sie nutzte die Zeit, um die Stadt Basel mit ihrer Kunst, Kultur und ihren regionalen Eigenarten zu entdecken und die so gewonnenen Inspirationen künstlerisch zu verarbeiten.

 

Das in Basel weit verbreitete tägliche Schwimmen im Rhein gehörte für sie unbedingt dazu. Es überrascht daher nicht, dass der Rhein ein wichtiges Thema in ihren Baseler Arbeiten ist. Das fließende Wasser, seine stete Veränderung in Farbe, Temperatur und sinnlicher Anmutung, auch das Moment der ‚fließenden‘ Zeit kann von dem aufmerksamen Betrachter ihres Rhein-Gemäldezyklus nachempfunden werden.

 

Nicole Bold hat sich in diesem Baseler Jahr in ihrer Malerei weit vorgewagt und sich dabei immer abstrakter mit den Erscheinungen der Natur auseinandergesetzt. Es ist ihr gelungen „ein Extrakt“ von dem wiederzugeben, was sie gesehen und nachhaltig beschäftigt hat. Dabei ist sie ihren Themen – Landschaften und Pflanzen – treu geblieben.

 

Die Grenzen allerdings, welche die Malerei setzt, konnte sie einmal mehr ein Stück weit überschreiten. Hierbei handelt es sich um die künstlerische Herausforderung, das (Ab-)Bild von Landschaft mit all ihren Naturerscheinungen in den engen Raum der Leinwand zu bannen. Diese Aufgabe bewältigt die Künstlerin mit einer subtilen Spannung zwischen Fläche und Raum, Flüchtigkeit und fester Struktur, Licht und Dunkelheit.

 

Nicole Bold malt vornehmlich mit Ölfarbe, die sie in vielen Schichten und Überlager-ungen auf die Leinwand aufträgt – mal als eine entrückende, tiefenräumlich wirkende Lasur, mal kraftvoll pastos. Dabei durchdringen und vernetzen sich geschlossene Farbflächen mit Linien, die Ahnungen und Erinnerungen von Naturereignissen und Wachstums- und Fließprozessen evozieren. An anderen Stellen wiederum ver-schließt die Künstlerin Teilflächen in Gänze und hält so das Auge des Betrachters auf maximale Distanz.

 

Die Malerei von Nicole Bold ist im schönsten Sinne aufregend. Mit ihrer sinnlichen Haptik ziehen die Bilder den Betrachter in den Bann und verweigern sich zugleich jeder allzu schnellen oder einfachen Vereinnahmung. In kreativer, konzentrierter Unruhe sucht das Auge des Betrachters dem der Künstlerin zu folgen und den Werken die Geheimnisse zu entlocken, die den‚ Landschaftsräumen‘, dem‚ Pflanzen-dschungel‘ oder den‚ Wasserspiegelungen‘ eingeschrieben sind.

 

Ausstellung: bis 30. April 2021

Di–Fr von 12–18h / Sa von 11–15h u.n.V.

GALERIE PAMME-VOGELSANG
Hahnenstraße 33
50667 Köln

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www.pamme-vogelsang.de