01 30WORKS GALERIE

AKTUELL

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Female Positions

Alex Krull, Rhea Standke, Melanie Tilkov, Yvonne Voermans-Eiserfey

Eröffnung: Samstag, 14. März, 19.30h

Laudatio: Yorca Schmidt-Junker

Ausstellung: 14.3. – 4.4.2020

Di–Sa von 12–18h

 

30WORKS GALERIE
Pfeilstraße 47
50672 Köln

+49-221-33 77 99 99
hello@30works.de
www.30works.de

 

Female Positions

Im März feiert 30works eine Premiere: Mit Female Positions präsentieren wir eine Gruppenausstellung rein mit Künstlerinnen. Dabei liegt der Fokus auf Malerei, der sich Alex Krull, Rhea Standke, Melanie Tilkov und Yvonne Voermans-Eiserfey auf den ersten Blick sehr unterschiedlich verschreiben; bei tieferer Betrachtung jedoch überraschende Parallelen aufweisen. Denn jenseits ihrer individuellen Motivik und Materialität spüren sie verborgene Seinszustände auf, fördern hintergründige Wahrheiten zutage, die einmal mehr zeigen: Nichts ist, wie es zunächst scheint.

Da diffundieren Rosen, Papageientulpen und Magnolien in Rhea Standkes Gemälden zu ekstatischen, virtuos abstrahierten Farb- und Lichtlandschaften; womit die gebürtige Dresdenerin gleichsam einen gänzlich entmaterialisierten Bildkosmos erschafft. Alex Krull veranschaulicht uns in ihren hypnotischen Wasser- und Schwimmbadansichten die Vergänglichkeit und Nicht-Wiederholbarkeit des Moments – der sich aus einem hochästhetischen Kompendium aus Wellen, Spiegelungen und architektonischen Elementen speist. Die auratischen Frauenporträts von Melanie Tilkov wiederum vermögen es, den Raum zwischen physischer Präsenz und emotionaler Verortung nahezu greifbar zu machen. Und das wahre „Sein“ zu bannen. Dessen Fragilität auch Yvonne Voermans-Eiserfey beschäftigt: Zeigt sie doch in ihren so kraftvollen wie sensitiven Tierdarstellungen, die sich aus gegenständlichen wie abstrahierten Elementen zusammenfügen, wie erhaben, aber auch zerbrechlich Natur, Dasein und Identität sind.

Eröffnung: Samstag, 14. März, 19.30h

Laudatio: Yorca Schmidt-Junker

Ausstellung: 14.3. – 4.4.2020

Di–Sa von 12–18h

 

©Thomas Baumgärtel

ARCHIV

Alte Meister sind doof!

Thomas Baumgärtel

Eröffnung: Sonntag, 26. Januar, 12h

Laudatio: Dr. Martin Stankowski

Ausstellung: 26.1. – 8.2.2020

Di–Sa von 12–18h

Alte Meister sind doof!

Urban Art-Pionier, Aktionskünstler und „Bananisierer“ von Galerien und Museen weltweit: Thomas Baumgärtel hat neue Maßstäbe in der zeitgenössischen deutschen Kunst gesetzt. Grenzen existieren für ihn weder genrespezifisch, noch materiell, technisch oder stilistisch; exemplarisch dafür sind  seine „Übersprühungen alter Meister“, mit denen er 1989 debütierte. Und die nun im Rahmen der 30works-Ausstellung zur K1-Nacht in den Fokus rücken.

Indem er retrograde Landschaftsbilder, die er auf dem Flohmarkt oder in Trödelläden ersteht, in einem vermeintlich anarchischen Akt der Aneignung mit seinen Bananenmutationen versieht, transponiert er das Alte, Abgelegte, Aussortierte in aktuelle Kontexte und Diskurse. Und eröffnet mit dieser Fusionierung von Gestern & Heute, Landschaftsromantik & Zeitgeistreflektion sowie Ordnung & Chaos ganz neue Perspektiven und Kausalzusammenhänge. Mit seinen Umwandlungen alter Bilder zitiert Baumgärtel die Readymades von Duchamp und den Transparences-Zyklus Picabias – und inspirierte damit sogar Banksy. Der erwies dem Kölner 2001 mit seiner „Crude Oils“-Serie seine Referenz. Ein Grund mehr, den Übersprühungen nun eine eigene Ausstellung zu widmen.