03 GALERIE BIESENBACH

AKTUELL

Heike Weber, Douglas Witmer, Sergio Femar

AKTUELL

Linien, Bögen und Gesten

Sergio Femar, Heike Weber, Douglas Witmer

Ausstellung: 13.3. – 25.4.2026

Eröffnung: Freitag, 13. März 2026, 18 – 21h. KünstlerInnen sind anwesend.

K1 Spezial - Walk & Talk: 18. April,  ca. 14.30h

​​​​Mi–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.

GALERIE BIESENBACH
Lindenstraße 34
50674 Köln

+49-174-490 96 35
+49-173-266 55 56
art@galerie-biesenbach.com
www.galerie-biesenbach.de

 

Linien, Bögen und Gesten

Skulpturale und malerische Abstraktion 

Die Werke von Sergio Femar (*1990 in Galicien, Spanien, lebt und arbeitet ebendort) erinnern an die raffinierte Materialverwendung der Arte Povera, aber er zeigt durch die verschiedenen Schnitte im Holz einen neuen Weg auf, sich ihr zu nähern. Stücke dieses Materials werden bemalt, besprüht und zusammengesetzt, um einzigartige und heitere Reflexionen zu erzeugen.
„Meine Arbeit steht zwischen der Ruhe des Ateliers und dem hektischen Tempo der zeitgenössischen Kultur und ihrer Vergänglichkeit. Sie führt den Vandalen-Akt zu einem reifen Nachdenken, mit anderen Worten, sie bringt die Freuden des Schaffens zurück, ohne sich durch akademischen Druck eingeschränkt zu fühlen, indem sie das Risiko als verbindendes Element zwischen Schwindel und Gelassenheit einsetzt.

Die Wand- und Raumplastiken von Heike Weber (*1971 in Nürtingen, lebt und arbeitet in Köln) entwickeln ihre eigene Formsprache durch durch das Verbinden von Bögen. Es entstehen Keramiken mit Innenräumen. Sie zeigen eine Komplexität und Dreidimensionalität, fügen sich mit einer unaufdringlichen Leichtigkeit in ihre Umgebung ein und bilden dabei einen eigenen Raum. Klarheit in der konkreten Form, die Dreidimensionalität an der Wand, das Spiel mit dem Raum in der Form und dem Glasurauftrag am fertigen Objekt zeichnen die Keramiken aus. Die Keramik-Objekte sind Einzelanfertigungen und entstammen nicht aus einer Gießform. Jedes Objekt wird von Hand geformt, gebrannt, geschliffen und oft mehrfach glasiert.

Seit über zwei Jahrzehnten erkundet Douglas Witmer(*1971 in Winchester, Virginia, lebt und arbeitet in Philadelphia) kontinuierlich und subjektiv die Materialität des gemalten Objektes und verfeinert dabei schrittweise seine Arbeit im Rahmen der reduktiven abstrakten Malerei. Seine elementaren kompositorischen Strukturen werden durch sinnliche Farben und vielfältig improvisierte gestische und zufällige Handlungen aktiviert. Sein nachhaltiges Interesse besteht darin, einen visuellen Ort zu schaffen, der in offener Weise zu persönlichen Seh- und Empfindungserfahrungen einlädt.

Ausstellung: 13.3. – 25.4.2026

​​​​Mi–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.

ARCHIV

Markus Fräger: Silent Rites, 2004
Öl auf Leinwand // oil on canvas, 90 x 70 cm

ARCHIV

Unmittelbarkeit der Existenz

Markus Fräger

Ausstellung: 23.1. – 7.3.2026

Eröffnung: Freitag, 23. Januar 2026, 18 – 21h

K1 Galerien-Rundgang in Köln am 25. Januar 11 – 16h

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Unmittelbarkeit der Existenz

Ausgewählte Werke des Kölner Malers Markus Fräger (1959-2020)

Der Maler Markus Fräger verstarb infolge einer schweren und langwierigen Erkrankung in Köln am 17. August 2020. Seine Bilder waren dichte Kammerspiele und von der Liebe zu seiner Familie und seinen Freunden, zur Musik und zum Kino geprägt.

Markus Fräger wurde 1959 in Hamm, Westfalen geboren, und studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig, sowie Kunstgeschichte und Archäologie an der Universität Münster. Zuletzt hatte er sein Atelier in einer ehemaligen Essigfabrik in Köln. Seine Bilder wurden unter anderem im Lehmbruck-Museum in Duisburg, der Kunsthalle Koblenz und zuletzt 2019 im Kunstverein Unna gezeigt.

Fräger malte überwiegend figurativ, seine dichten Szenen mit starken hell-dunkel-Kontrasten spielen oft in Innenräumen und erinnern sowohl an die Tradition der Genremalerei als auch an Film-Stills. Es liegt nahe, in der Komposition der Figuren eine Geschichte zu vermuten, die sich jedoch nie ganz erschließt. Zu Frägers Inspirationen gehörten sowohl barocke Interieurs als auch Filme der Coen-Brüder oder die aufgeladenen traumwandlerischen Bilder von David Lynch. Zur Vorbereitung seiner Bilder ließ er Schauspielerinnen und Schauspieler improvisierte Szenen entwickeln und kombinierte diese mit gefundenen Fotografien und Filmstills.

Die anachronistische Darstellung der verwendeten Zitate, die bewusst verschiedene Zeitebenen in die Handlung einbezieht, betont dabei das Thema Erinnerung als zentral in seinen Bildern. So entstehen intime Momente unbedingter Schönheit und zärtlicher Verletzlichkeit. Die aufkommende Erinnerung, der in seiner Vergänglichkeit festgehaltene Moment.

Eröffnung: Freitag, 23. Januar 2026, 18 – 21h

K1 Galerien Köln am 25. Januar 11 – 16h

​​​​Mi–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.