03 GALERIE BIESENBACH

AKTUELL

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Oh boy, oh boy!

Richard Helbin

Ausstellung: 3.7. – 29.8.2026

​​​​Mi–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.

GALERIE BIESENBACH
Neue Adresse ab 1. Juli 2026:

Schaafenstraße 10
50676 Köln


+49-174-490 96 35
+49-173-266 55 56
art@galerie-biesenbach.com
www.galerie-biesenbach.de

 

Oh boy, oh boy!

Richard Helbin wurde 1980 in Kattowitz (Polen) geboren. Von 2002 bis 2007 studierte er freie Grafik an der FH Münster. Von 2003 bis 2012 war er als freier Mitarbeiter im druckgrafischen Atelier der Edition und Galerie Mike Karstens in Münster tätig. 2008/2009 studierte er an der Kunstakademie Münster bei Daniele Buetti und von 2010 bis 2012 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Siegfried Anzinger, wo er 2012 als Meisterschüler abschloss. Seit 2012 ist er Lehrkraft für besondere Aufgaben in Druck & Grafik an der Kunstakademie Düsseldorf. Von 2012 bis 2021 hatte er zudem einen Lehrauftrag für Druckgrafik und Zeichnen an der Philipps-Universität Marburg inne. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Richard Helbin widmet sich mit seinem Werk u. a. der Wiederbelebung traditioneller textiler Techniken wie Klöppeln, Sticken, Weben oder Häkeln, die einst ganze Städte und Regionen prägten, denen heute jedoch keinerlei wirtschaftliche Bedeutung mehr zukommt. Er transformiert diese Handwerkskünste in einen zeitgenössischen Kontext, indem er etwa gehäkelte Plastiken in Bronze gießt oder akribisch geklöppelte Miniaturen schafft. Dabei entstehen Preziosen, die weit über reine Kunstfertigkeit hinausgehen: Durch seine individuelle Ikonografie und das bewusste Spiel mit kontextuellen Bedeutungen werden sie zu gesellschaftskritischen Kunstwerken.

In seiner Ausstellung „Oh boy, oh boy!“ verwebt Helbin diese traditionellen Techniken mit emotional aufgeladenen, queeren Sehnsuchtsbildern und beschwört damit Werte und Vorstellungen, die zwischen Nostalgie und gesellschaftlicher Relevanz oszillieren. Seine Arbeiten verbinden Vergangenheit und Gegenwart, Handwerk und Konzept, Sinnlichkeit und kritische Reflexion auf vielschichtige Weise.

Aus dem Text zur Ausstellung And I loved the way you looked at me. im Kunstverein Lippstadt
Kathrin Heyer und Erich Franz, 2025

„Mit äußerster Raffinesse widerstehen die Werke von Richard Helbin der üblichen Wahrnehmung: Sie verhindern unser schnelles Erkennen. Im ersten Moment identifizieren wir etwa eine Landschaft, eine Figur, ein Gesicht, eine Schrift. Doch was wir zu erkennen meinen, tritt nicht klar vor Augen. Flüchtige, ungenau geführte Linien deuten es nur an, weichen vom Gegenstand ab, bilden ihr eigenes Muster. Bereits wenige Merkmale bewirken, dass wir in einer ovalen plastischen Form einen Kopf zu erkennen glauben.

Richard Helbin verwandelt solche flüchtigen und nur andeutenden Darstellungen in etwas Neues und ganz Anderes: Er stellt sie in einem zweiten Arbeitsgang noch einmal dar. Er schafft aus solchen flüchtigen Vorlagen mit der Hand bestickte Tücher (manchmal in Perlenstickerei), gestrickte Gebilde und geklöppelte (aus verflochtenen Fäden bestehende) Strukturen. Bei gewebten Nachbildungen (Wandteppichen) bezieht er digitale und maschinelle Prozesse der Textilverarbeitung ein, die er genau kontrolliert. Manche Arbeiten überschreiten auch diese Stufe noch ein weiteres Mal – etwa, wenn eine gestrickte Nachbildung in Bronze gegossen wird.

Diese mit der Hand gearbeiteten, greifbaren Stücke besitzen bereits als solche eine große materielle und sinnliche Präsenz. Zugleich vermitteln sie immer noch die Zeichnung (oder die Plastik) und auch deren Motiv (Landschaft, Figur, Gesicht, Schrift). Sie stellen es nicht unmittelbar dar, sondern lassen es lediglich ahnen – zusammen mit ihrer eigenen, ganz anderen Präsenz. Doch bleibt in ihrer Kostbarkeit, ihrer Sorgfalt, Langsamkeit und tastbaren Sinnlichkeit immer auch das Flüchtige mit enthalten, das Ferne, unklar Erkannte und nur Vermutete.

Die Technik verleiht den Arbeiten eine besondere Zeitlichkeit. Was zunächst grob und unklar wirkt, ist das Ergebnis eines langen, konzentrierten Prozesses. Fäden, Perlen und Strukturen bilden eine sinnliche Oberfläche. Gefühle, Erinnerungen und gesellschaftliche Themen – vor allem die Auseinandersetzung mit Homosexualität – schwingen mit. Dabei verlieren sie völlig ihr Klischeehaftes, ihre Überladung mit Vorurteilen. Stattdessen entsteht eine poetische, intensive und atmosphärische Bildsprache.

[…]“

Ausstellung: 3.5 – 29.8.2026

​​​​Mi–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.

GALERIE BIESENBACH
Neue Adresse ab 1. Juli 2026:

Schaafenstraße 10
50676 Köln

 

ARCHIV

Árpád Forgo

Hanna Kaminski

ARCHIV

Layers of Perception

Árpád Forgo und Hanna Kaminski

Ausstellung: 8.5. – 27.6.2026

​​​​Mi–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.

GALERIE BIESENBACH
Lindenstraße 34
50674 Köln

+49-174-490 96 35
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art@galerie-biesenbach.com
www.galerie-biesenbach.de

 

Layers of Perception

Árpád Forgó (*1972), bildender Künstler, lebt und arbeitet in Budapest, ist ein Vertreter der traditionsreichen „Shaped Canvas“-Bewegung in der ungarischen zeitgenössischen Kunstszene. Er hat zahlreiche Ausstellungen realisiert, darunter Einzelausstellungen bei Schlieder Contemporary (Frankfurt), der Anya Tish Gallery (Houston) und im Rómer Flóris Museum für Kunst und Geschichte (Győr, Ungarn) sowie Doppelausstellungen in der Galerie Biesenbach, Köln; BABEL Art Space, Trondheim, und KKKC, Klaipėda, Litauen. Er nahm an Gruppenausstellungen in renommierten Institutionen teil, darunter das Ludwig-Museum und das Vasarely-Museum (Budapest), das Museum Ritter (Waldenbuch) und das Rothko-Museum (Daugavpils). Residenzprogramme haben in seiner Karriere stets eine bedeutende Rolle gespielt; unter anderem wurde er vom Vermont Studio Center (USA), der Josef and Anni Albers Foundation (USA), Sydney Non Objective Contemporary Art Projects (Australien), der Montresso Art Foundation (Marokko) und zuletzt vom CCA Andratx auf Mallorca, Spanien, eingeladen. In den Jahren 2019–2020 war er Stipendiat der Pollock-Krasner Foundation.

Árpád Forgó interessiert sich für experimentelle Malerei und für die Frage, wie sich die Interpretation der nicht-figurativen Malerei erweitern lässt, indem man ihren malerischen Charakter bewahrt und die Grenze zwischen Malerei und Skulptur auslotet. Struktur, Form, Maße und Rhythmus sowie flächige und räumliche Beziehungen stehen im Mittelpunkt seiner Forschung. Er untersucht die Beziehung zwischen dem Einzelnen und dem Vielfachen, die Frage der Kardinalität, der Einheit, der Ganzheit und der Teilung, des Ganzen und des Teils. Er arbeitet hauptsächlich mit traditionellen Malmaterialien – Farbe, Leinwand und Holz – und strebt dabei nach industrieller Perfektion, ohne dabei die handwerkliche Qualität des Prozesses aus den Augen zu verlieren.

Er erforscht Modularität und Wahrnehmung, die er als spannende Bereiche betrachtet, um die Grenzen eines Wandwerks zu erweitern. Er entwickelt weiterhin geformte Leinwandpaneele und baut durch isometrische Transformationen blockartige, hohle, symmetrische oder asymmetrische modulare Kompositionen auf. Zudem experimentiert er intensiv mit verschiedenen zusammengesetzten Malverfahren, um die Wahrnehmung des Betrachters nicht nur durch die Struktur, sondern auch durch das Material herauszufordern.
 

In den Arbeiten von Hanna Kaminski (*1988 in San Francisco, lebt und arbeitet in Berlin) gleicht der Bildträger einer Landschaft aus changierenden Farbaufträgen, in denen die Formen durch sich überlagernde Farbschichten entstehen. Die Bilder präsentieren eine offene, surreale und cartooneske Bildsprache. Immer an der Grenze des Erkennbaren, bereits Gesehenen, entziehen sich die Formen jeder allzu schnellen Deutung. Für Hanna Kaminski ist das Medium der Malerei ein Hilfsmittel, um anfängliche, motivische Vorstellungen aufzulösen und eine eigene Formsprache zu entwickeln. Zufällige Momente im Arbeitsprozess erfordern ihre aktive, bewusste Reaktion und halten die Entstehung ihrer Bilder in ständiger, produktiver Spannung. Dabei ist es nicht nur das Motiv, das erzählt, sondern auch das Medium selbst. Spuren von übermalten Schichten sprechen von Zeit und dem Prozess ihrer Arbeit.

 

Ausstellung: 8.5. – 27.6.2026

 

ARCHIV

Heike Weber, Douglas Witmer, Sergio Femar

ARCHIV

Linien, Bögen und Gesten

Sergio Femar, Heike Weber, Douglas Witmer

Ausstellung: 13.3. – 25.4.2026

Eröffnung: Freitag, 13. März 2026, 18 – 21h. KünstlerInnen sind anwesend.

K1 Spezial - Walk & Talk: 18. April,  ca. 14.30h

​​​​Mi–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.

GALERIE BIESENBACH
Lindenstraße 34
50674 Köln

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Linien, Bögen und Gesten

Skulpturale und malerische Abstraktion 

Die Werke von Sergio Femar (*1990 in Galicien, Spanien, lebt und arbeitet ebendort) erinnern an die raffinierte Materialverwendung der Arte Povera, aber er zeigt durch die verschiedenen Schnitte im Holz einen neuen Weg auf, sich ihr zu nähern. Stücke dieses Materials werden bemalt, besprüht und zusammengesetzt, um einzigartige und heitere Reflexionen zu erzeugen.
„Meine Arbeit steht zwischen der Ruhe des Ateliers und dem hektischen Tempo der zeitgenössischen Kultur und ihrer Vergänglichkeit. Sie führt den Vandalen-Akt zu einem reifen Nachdenken, mit anderen Worten, sie bringt die Freuden des Schaffens zurück, ohne sich durch akademischen Druck eingeschränkt zu fühlen, indem sie das Risiko als verbindendes Element zwischen Schwindel und Gelassenheit einsetzt.

Die Wand- und Raumplastiken von Heike Weber (*1971 in Nürtingen, lebt und arbeitet in Köln) entwickeln ihre eigene Formsprache durch durch das Verbinden von Bögen. Es entstehen Keramiken mit Innenräumen. Sie zeigen eine Komplexität und Dreidimensionalität, fügen sich mit einer unaufdringlichen Leichtigkeit in ihre Umgebung ein und bilden dabei einen eigenen Raum. Klarheit in der konkreten Form, die Dreidimensionalität an der Wand, das Spiel mit dem Raum in der Form und dem Glasurauftrag am fertigen Objekt zeichnen die Keramiken aus. Die Keramik-Objekte sind Einzelanfertigungen und entstammen nicht aus einer Gießform. Jedes Objekt wird von Hand geformt, gebrannt, geschliffen und oft mehrfach glasiert.

Seit über zwei Jahrzehnten erkundet Douglas Witmer(*1971 in Winchester, Virginia, lebt und arbeitet in Philadelphia) kontinuierlich und subjektiv die Materialität des gemalten Objektes und verfeinert dabei schrittweise seine Arbeit im Rahmen der reduktiven abstrakten Malerei. Seine elementaren kompositorischen Strukturen werden durch sinnliche Farben und vielfältig improvisierte gestische und zufällige Handlungen aktiviert. Sein nachhaltiges Interesse besteht darin, einen visuellen Ort zu schaffen, der in offener Weise zu persönlichen Seh- und Empfindungserfahrungen einlädt.

Ausstellung: 13.3. – 25.4.2026

​​​​Mi–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.

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Linien, Bögen und Gesten

Sergio Femar, Heike Weber, Douglas Witmer

Ausstellung: 13.3. – 25.4.2026

Eröffnung: Freitag, 13. März 2026, 18 – 21h. KünstlerInnen sind anwesend.

K1 Spezial - Walk & Talk: 18. April,  ca. 14.30h

​​​​Mi–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.

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Lindenstraße 34
50674 Köln

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+49-173-266 55 56
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Linien, Bögen und Gesten

Skulpturale und malerische Abstraktion 

Die Werke von Sergio Femar (*1990 in Galicien, Spanien, lebt und arbeitet ebendort) erinnern an die raffinierte Materialverwendung der Arte Povera, aber er zeigt durch die verschiedenen Schnitte im Holz einen neuen Weg auf, sich ihr zu nähern. Stücke dieses Materials werden bemalt, besprüht und zusammengesetzt, um einzigartige und heitere Reflexionen zu erzeugen.
„Meine Arbeit steht zwischen der Ruhe des Ateliers und dem hektischen Tempo der zeitgenössischen Kultur und ihrer Vergänglichkeit. Sie führt den Vandalen-Akt zu einem reifen Nachdenken, mit anderen Worten, sie bringt die Freuden des Schaffens zurück, ohne sich durch akademischen Druck eingeschränkt zu fühlen, indem sie das Risiko als verbindendes Element zwischen Schwindel und Gelassenheit einsetzt.

Die Wand- und Raumplastiken von Heike Weber (*1971 in Nürtingen, lebt und arbeitet in Köln) entwickeln ihre eigene Formsprache durch durch das Verbinden von Bögen. Es entstehen Keramiken mit Innenräumen. Sie zeigen eine Komplexität und Dreidimensionalität, fügen sich mit einer unaufdringlichen Leichtigkeit in ihre Umgebung ein und bilden dabei einen eigenen Raum. Klarheit in der konkreten Form, die Dreidimensionalität an der Wand, das Spiel mit dem Raum in der Form und dem Glasurauftrag am fertigen Objekt zeichnen die Keramiken aus. Die Keramik-Objekte sind Einzelanfertigungen und entstammen nicht aus einer Gießform. Jedes Objekt wird von Hand geformt, gebrannt, geschliffen und oft mehrfach glasiert.

Seit über zwei Jahrzehnten erkundet Douglas Witmer(*1971 in Winchester, Virginia, lebt und arbeitet in Philadelphia) kontinuierlich und subjektiv die Materialität des gemalten Objektes und verfeinert dabei schrittweise seine Arbeit im Rahmen der reduktiven abstrakten Malerei. Seine elementaren kompositorischen Strukturen werden durch sinnliche Farben und vielfältig improvisierte gestische und zufällige Handlungen aktiviert. Sein nachhaltiges Interesse besteht darin, einen visuellen Ort zu schaffen, der in offener Weise zu persönlichen Seh- und Empfindungserfahrungen einlädt.

Ausstellung: 13.3. – 25.4.2026

​​​​Mi–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.

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