08 GALERIE MARTIN KUDLEK

AKTUELL

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Neue Arbeiten German Stegmaier 

German Stegmaier 

Ausstellung: 8.4. – 3.6.2022

Eröffnung: 8. April 2022, ab 16 h

Mi–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.

GALERIE MARTIN KUDLEK
Schaafenstraße 25
50676 Cologne

+49-221-72 96 67
art@kudlek.com
www.kudlek.com

 

Neue Arbeiten German Stegmaier 

German Stegmaier’s Werke fordern vom Betrachter eine ausgiebige Beschäftigung, um den tiefen Reiz und die vielseitige Lebendigkeit seiner Arbeiten erfahren zu können. 

Seine Zeichnungen sind reine ‚Linienarbeiten‘, denen die Idee der Zeit in doppelter Weise eingeschrieben ist: im Hinblick auf die Zeit der Betrachtung und hinsichtlich der Zeit der Produktion. Mit beinahe mathematischer Herangehensweise untersucht Stegmaier Zeichnungen und Abstraktionen als System und lässt Linien und Formen analytisch entstehen oder im Laufe der Zeit wieder verschwinden. Indem er seinen Werken Details hinzufügt oder einen Bereich wieder entfernt und eine Linie überarbeitet, visualisiert er die Methode der Abstraktion in ihrer Wirkung. Bis er sein Werk als vollendet ausweist, können Jahre vergehen, weshalb manche Zeichnungen über Jahrzehnte datiert sind. „Man könnte daher sein Schaffen als ein permanentes Suchen nach der inneren Logik zeichnerischer Strukturen verstehen.“ (Konrad Bitterli: „Auf der Suche nach der inneren Logik zeichnerischer Strukturen“, in: German Stegmaier, hg. von Institut für moderne Kunst, Nürnberg 2013, S. 13.) Stegmaier‘s Zeichnungen können gleichsam als „Sehgegenstände“ erfahren werden und evozieren Assoziationen mit „mehrfach bearbeitete[n] stereometrische[n] Körper und gefäßartige[n] Formen“. In seinem zeichnerischen Werk finden sich „zahlreiche an Architekturmodelle oder Maschinenbauteile erinnernde Gebilde, sich dicht überlagernde Gitter und Netze, zeichenhaft-ikonische Bildfindungen, die an Kreuze oder Durchblicke gemahnen, tektonische Formationen, feine Lineamente, ineinander verschlungene kreisende Bleistiftbewegungen, komplexe organisch-zellenartige Gefüge, die molekulare Strukturen ins Gedächtnis rufen.“ (Bitterli: ebd.) Vor allem in dieser Vielfalt seiner Bildfindungen lässt sich German Stegmaiers zeichnerisches Werk, das sich durch eine eindeutige Konsequenz der Ausführung und der Begrenzung der verwendeten Arbeitsmaterialien auf Bleistift, Farbstift, Radiergummi und Papier auszeichnet, explizit in der Gegenwart verorten.

Stegmaier’s Malereien haben eine zusätzliche Farbdimension, wobei er eine neutrale Nichtfarbe wie z.B. Grau verwendet, um ausgewählte Bereiche auszublenden. Der auf diese Weise entstehende Negativraum ist genauso ein wichtiges Element wie jene Bildbereiche, die Linien oder Farbe enthalten und welche als „schmale (meist horizontal geführte) Bänder und Streifen, als offenere, an den Rändern unregelmäßige, nur noch vage begrenzte Areale, als wolkige Gebilde“ in Erscheinung treten. (Jens Peter Koerver: „Transformationen, durcheinander“, in: German Stegmaier, hg. von Institut für moderne Kunst, Nürnberg 2013, S. 115) Seine farbigen Setzungen, welche einen offensichtlichen, teils pastosen Farbauftrag erkennen lassen, sind wohlkalkuliert und basieren auf einfachen, gemalten Rastern. Der Malprozess tritt deutlich hervor, verweist auf Restfarbe, die nach dem Abziehen und Abkratzen von Farbschichten mit dem Spachtel übrig geblieben ist. Die Malerei des Künstlers kann als Resultat von Schichtungen, Überarbeitungen und Modifikationen gelesen werden, welche eine ausdrückliche Gleichzeitigkeit fokussiert, die Durchblicke auf Vormaliges ermöglicht und dabei Gegenwärtiges zeigt. 
„Es geht German Stegmaier nicht [..] um die Formulierung einer einmal gefassten, verfestigten Idee. Thema seiner Arbeit ist der zum Bild – sei es Malerei oder Zeichnung – führende Prozess als Kette von Metamorphosen, Modifikationen dieser prima idea, die ihrerseits keine fixe ist, vielmehr in diesem Prozess ständig überprüft und modifiziert wird.“ (Koerver: S. 116.)

Ausstellung: 8.4. – 3.6.2022

Eröffnung: 8. April 2022, ab 16 h

Mi–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.

ARCHIV

Angela Glajcar: Terforation, 2019, gerissenes Papier Metallschrauben Gerahmt, 71 x 169,5 x 18 cm

Simon Schubert: o.T. (Faltblatt 4), 2021, Graphit auf Papier, 35 x 25 cm

Oskar Holweck: 30 IX 84/ 7, 1984, Papier, 100 x 70 cm

Ellen Keusen: Transit 8 (EK/P 131), 2013, Watercolor Pen on Paper, 38 x 38 cm

Nadine Fecht: subjectivity as a material to trade / Subjektivität als Material zu handeln, 2016, Tusche, Klebeband, geschnittenes Papier, 147,5 x 103 cm

Sophie Bouvier Auslander: Avalanche, 2018, Gouache auf Papier, 34 x 30 cm

Fiene Scharp: Ohne Titel, 2022, geschnittenes Papier, 89,6 x 62,6 cm

ARCHIV

Walking the Line IX - Cut, Torn and Folded 

Anja Glajcar, Simon Schubert, Oskar Holweck, Ellen Keusen, Nadine Fecht, Sophie Bouvier Ausländer, Fiene Scharp 

Ausstellung: 18.2. – 2.4.2022

Eröffnung: 18. Februar 2022, ab 16 h

Mi–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.

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Walking the Line IX - Cut, Torn and Folded 

Ausstellung: 18.2. – 2.4.2022

Eröffnung: 18. Februar 2022, ab 16 h

Mi–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.

ARCHIV

Franz Burkhardt: Elvis,2021, Bleistift, Tusche auf Papier, 29,6 x 21 cm

Franz Burkhardt: Ohne Titel,2021, Tusche, Bleistift auf Papier, 21 x 28,7 cm

Franz Burkhardt: Jeder für sich und Gott gegen alle, 2021, Bleistift, Tusche auf Papier, 23,2 x 20 cm

 

 

ARCHIV

Aus Kultur- und Sozialwissenschaften

Franz Burkhardt

Ausstellung: 12.11. – 15.1.2022

Eröffnung: 12. November 2021, ab 18 h

Mi–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.

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Aus Kultur- und Sozialwissenschaften

Franz Burkhardt präsentiert seine Zeichnungsinstallationen oft in selbstgeschaffener architektonischer / skulpturaler Umgebung, indem er beide Aspekte seines Werkes ausspielt und kontextualisiert. Die Skulptur wird zu einer Stütze für die Zeichnungen, während die Zeichnungen die Echtheit und Verwendbarkeit der “non-ready mades” in Frage stellen. Die eigentlichen Themen der Zeichnungen entwickeln sich um den Alltag und erotische Themen, die nostalgische Assoziationen hervorrufen. Seine Titel sind oft in Form von Sprechblasen oder Zitaten, die humorvolle und verwirrende Schichten hinzufügen, in die Kunstwerke eingebettet.

Franz Burkhardt often presents his drawing-installations in self-created architectural/sculptural surroundings, playing off and contextualizing both aspects of his work. The sculpture becomes a support for the drawings while the drawings question the genuinity and usability of the „non-ready mades“. The actual themes of the drawings evolve around day to day life and erotic subject matters, evoking nostalgic associations. His titles are often imbedded into the artworks in form of speech bubbles or quotes adding humorous and bemusing layers.

 

Ausstellung: 12.11. – 15.1.2022

Mi–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.

ARCHIV

Christos Venetis: o.T. (CV/P 191), 2018, Pencil on Book Cover, 21 x 31.5 cm

Christos Venetis: o.T. (CV/P 228), 2018, Pencil on Paper, 29.7 x 40 cm

Christos Venetis: o.T. (CV/P 189), 2018, Pencil on Book Cover, 21 x 31.5 cm

ARCHIV

Neue Arbeiten

Christo Venetis

Ausstellung: 3.9. – 16.10.2021

Eröffnung: 3. September 2021, ab 11 h

Mi–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.

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Schaafenstraße 25
50676 Cologne

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Neue Arbeiten

A conversation with Christos Venetis in FUKT Magazine #15
The World is a book

Can you tell me about the choice of using the inside cover of ripped books?

“I usually use surfaces of objects that a had past life or a different use. The “symbolism” of the book is more or less familiar, while the torn pages convey a sense of loss, a wound. This series of drawings could be titled Liber Mundi / Imago Mundi. The term “Liber mundi” (the world as a book) suggests the idea of wholeness or, at least, the desire, the craving for wholeness. It is a medieval idea that continued with the Enlightenment Encyclopedia and the full use of written speech. However, it is a known fact that our time is defined by the domination of the image. It is a whole comprised of fragments of two different communication systems.”

How important is the narration in your work?

“Reality itself is a product of narration. The dominant discourse conceals its ficitonal nature and artists acting in this field, either deconstruct this “construct” or reality or narrate alternative stories. However, it is the viewer who completes the narration. So the stories exist within other stories. I believe there is no such thing as an original experience, which is why I use found images to create my own narration.”

Ausstellung: 3.9. – 16.10.2021

Eröffnung: 3. September 2021, ab 11 h

Mi–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.