06 GALERIE BIESENBACH

Aske Sigurd Kraul: Field Series Fe00218, 2018, Eisen, Säure und Glutinleim auf unbehandelter Leinwand, 50 x 40 x 4 cm

MNMLSM II

Nicolò Baraggioli, Ivan De Menis, Graphic Surgery, Aske Sigurd Kraul, Ji Eun Lee, Matthias Recht, Douglas Witmer, Hideaki Yamanobe

Eröffnung: Freitag, 17. Januar, 18–21h

Ausstellung: 18.1. – 29.2.2020

Di–Fr von 11–19h / Sa von 12–16h u.n.V.

 

GALERIE BIESENBACH
vom 14.1. bis 15.2.2020:
c/o Haus der Stiftungen
Zeughausstraße 26, 1. Etage
50667 Köln

+49-174-490 96 35
+49-173-266 55 56
art@galerie-biesenbach.com
www.galerie-biesenbach.de

 

Ji Eun Lee: Ausgehöhlte Struktur 1, 2019, Lindenholz, geschnitzt, geölt und gewachst, 30,5 x 18 x 7 cm

MNMLSM II

Thematische Fortsetzung unserer Gruppenausstellung MNMLSM aus dem Jahr 2018: minimalistisch-abstrakte Gemälde und Wandskulpturen von Nicolò Baraggioli (IT, *1985), Ivan De Menis (IT, *1973), Graphic Surgery (NL, *1978 als Erris Huigens und Gysbert Zijlstra), Aske Sigurd Kraul (DK, *1985), Ji Eun Lee (KR, *1984), Matthias Recht (DE, *1984), Douglas Witmer (US, *1971) und Hideaki Yamanobe (JP, *1964)

Die Midissage der Ausstellung, die am Freitag 17.1. von 18 bis 21h eröffnet wird, findet im Rahmen des 9. K1-Galerien-Rundganges statt: 20 Kölner Innenstadt-Galerien halten ihre Räume am Sonntag, den 26. Januar, von 11 bis 16 Uhr geöffnet.

Auszug aus einem Artikel von Heidrun Wirth über MNMLSM:

„Es scheint in dieser nichtfigurativen, oft "konkret" genannten Kunst ein weltweit verbindendes Band zu geben, hier demonstriert von dem 1964 in Tokyo geborenen Japaner Hideaki Yamanobe, dem 1971 geborenen, aus Philadelphia stammenden Douglas Witmer, dem niederländischen Künstlerduo Graphic Surgery (Gysbert Zijlstra und Erris Huigens) und dem 1985 in Genua geborenen Nicolò Baraggioli.

Und trotzdem tut sich eine schier unerschöpfliche Diversität auf: Perfektes neben dem Unvollendetem, hochglänzende, spiegelnde Oberflächen (Baraggioli) im Gegenüber zu einer matten Farbigkeit (Witmer, Yamanobe). Die bei dem Japaner fast an vegetabile Formen erinnernde Malerei kontrastiert mit Materialassemblagen, die nichts anderes sein wollen als schwarze übereinandergelegte Latten (Graphic Surgery). Irrationale Durchblicke entstehen im Spiel aus Konstruktion und Dekonstruktion. Doch die gute nachdenkliche Pinselarbeit kann sich samt Farbspritzern daneben behaupten. Damit wird wieder einmal das längst tot gesagte "Tafelbild" hinterfragt, das auch hier Bestand hat. Und so liegt der Reiz in dieser Gruppenausstellung auch darin, dass die Wahrnehmung wie von selbst sensibilisiert wird.

Dies meinte der von der Mennonit-Kultur in Lancaster, Pennsylvania beeinflusste Douglas Witmer, der "die tiefen Beziehungen zur Einfachheit, zum Frieden-Stiften und zur Demut" studierte: "Im 21. Jahrhundert sehe ich mein Werk als klare Alternative zu unserer visuellen Kultur, die sich durch Geschwindigkeit, Vielschichtigkeit und Komplexität auszeichnet. Meine Hoffnung ist, dass ich schlicht die Sinne anregen kann, wie es sich allein bei der Bildbetrachtung ergibt".“

 

Eröffnung: Freitag, 17. Januar, 18–21h

Ausstellung: 18.1. – 29.2.2020

Di–Fr von 11–19h, Sa von 12–16h u.n.V.

Douglas Witmer: untitled, 2019, schwarzes Gesso und Acryl
auf Leinwand, 30,5 x 23 cm