17 PRISKA PASQUER

VORSCHAU

Radenko Milak: Anthropocene, 2020, Microplastics in polluted water, view through electron microscope, watercolor, 252×185 cm, courtesy PRISKA PASQUER, Cologne

AKTUELL

2020 ALL OVER THE WORLD
Watercolors

Radenko Milak

Eröffnung: 
Donnerstag, 3.9., 11-18h und Freitag 4.9., 11-22h

“DC Open Doors” 
Freitag, 4. Sep 2020, 11 – 22 Uhr
Samstag, 5. Sep 2020, 11 – 20 Uhr
Sonntag, 6. Sep 2020, 11 – 18 Uhr

Ausstellung: 3.9. – 7.11.2020
Di–Fr von 11–18h / Sa von 11–16h u.n.V.

CORONABEDINGT BITTEN WIR UM PERSÖNLICHE ANMELDUNG PER TELEFON, EMAIL, WHATSAPP ODER DURCH SOCIAL MEDIA (AUCH SEHR KURZFRISTIG). priska@priskapasquer.de, +49 170 4230636

neue Adresse PRISKA PASQUER ab September 2020:
PRISKA PASQUER
c/o Neuland
Konrad-Adenauer-Ufer 83
50668 Köln


+49-221-952 63 13
info@priskapasquer.de
www.priskapasquer.art

 

2020 ALL OVER THE WORLD
Watercolors

RADENKO MILAK

*1980 in Travnik, Bosnien und Herzegowina, lebt in Banja Luka, Bosnien und Herzegowina

Wie wirkt sich die Bilderflut des digitalen Zeitalters auf unser Bewusstsein aus? Wie beeinflussen die massenhaft verbreiteten Bilder unsere Wahrnehmung der Welt? Und wie prägen sie unser kollektives Gedächtnis? Diese Fragen stehen im Zentrum des malerischen Werks von RADENKO MILAK. PRISKA PASQUER zeigt eine Auswahl der neuesten Arbeiten des bosnischen Künstlers.

Hochaktuell in seinem thematischen Ansatz, arbeitet RADENKO MILAK im traditionellen Medium der Malerei. Er ist ein Meister des Aquarells und bewältigt in dieser Technik mühelos auch monumentale Formate. Seine Motive findet MILAK in allen heute zur Verfügung stehenden Bildquellen: In Zeitungen, Archiven und Dokumentarfilmen ebenso wie in den sozialen Medien. In der malerischen Umsetzung rekurriert er häufig auf kunsthistorische Ansätze und Techniken wie abstrakte Malerei oder Collage.

In seiner jüngsten Werkgruppe „Sideratio“ verarbeitet RADENKO MILAK die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Aus der unmittelbaren, konstanten Flut digitalisierter Information, aus unzähligen Reportagen und Pressebildern hat er Motive herausgefiltert, die den weltweiten Schockzustand nach Ausbruch der globalen Epidemie exemplarisch erfassen. Mit schwarzem Pigment hat er diese Momentaufnahmen in kleinformatige Aquarelle übertragen.

Die Bilder zeigen ein gesellschaftliches Leben, das bis in seine intimsten Aspekte auf den Kopf gestellt ist: verwaiste Stadtlandschaften, menschenleere Kirchen und heilige Stätten, Krankenhäuser und Leichenhallen, geschlossene Kulturstätten, Flughäfen und Bahnhöfe, von denen keine Abreise mehr möglich ist. In seinen Aquarellen dokumentiert und organisiert RADENKO MILAK die globale Katastrophe ästhetisch. Tat er dies in seinen früheren Werkgruppen aus einer historischen Distanz, entsteht seine neue Serie „Sideratio“ als unmittelbare Reaktion auf die aktuelle Situation.

Umfassender angelegt ist MILAKs fortlaufende Reihe „Anthropocene“. Das neue Zeitalter, in dem der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden ist, hat viele Facetten: Überbevölkerung und Umweltzerstörung gehören ebenso dazu wie neue wissenschaftliche Entdeckungen. Beide Aspekte bezieht MILAK in diese Serie mit ein. Neben Bildern über die Vermüllung der Weltmeere durch Mikroplastik enthält sie erstaunliche, nur durch Nanomikroskope sichtbare sowie vom Hubble-Weltraumteleskop gelieferte Motive aus der unendlichen Weite des Universums.

In seinen Bildern versucht RADENKO MILAK, das eigentlich Unvorstellbare zu erfassen und zu dokumentieren und das eigene Erschrecken und Erstaunen zu verarbeiten. Sein wichtigstes Anliegen ist jedoch die Reflexion und Analyse der Rolle der zeitgenössischen Bildproduktion bei der Herausbildung unseres historischen und kulturellen Gedächtnisses.

RADENKO MILAK studierte an der Kunstakademie in Banja Luka und an der Kunsthochschule in Belgrad, Serbien. 2014 präsentierte die Kunsthalle Darmstadt seine erste große Einzelausstellung in Deutschland. 2017 entwickelte MILAK für seine Einzelausstellung im Pavillon von Bosnien und Herzegowina auf der 57. Biennale Venedig das multidisziplinäre Projekt „University of Disaster“. Im Zentrum standen vier großformatige, komplex komponierte Aquarelle zu verschiedenen, von Menschen herbeigeführten Desastern. Sie befinden sich heute in der Sammlung des Museum Folkwang, Essen. 2019 waren MILAKs Werke in der großen Schau „HYPER! A JOURNEY INTO ART AND MUSIC“ in den Deichtorhallen Hamburg zu sehen. Im Herbst 2020 zeigt das Marta Herford Werke von RADENKO MILAK in der Ausstellung „Trügerische Bilder – Ein Spiel mit Malerei und Fotografie“ (30.10.2020 – 28.02.2021).

Ausstellung: 3.9. – 7.11.2020

“DC Open Doors” 
Freitag, 4. Sep 2020, 11 – 22 Uhr
Samstag, 5. Sep 2020, 11 – 20 Uhr
Sonntag, 6. Sep 2020, 11 – 18 Uhr

Di–Fr von 11–18h / Sa von 11–16h u.n.V.

CORONABEDINGT BITTEN WIR UM PERSÖNLICHE ANMELDUNG PER TELEFON, EMAIL, WHATSAPP ODER DURCH SOCIAL MEDIA (AUCH SEHR KURZFRISTIG). priska@priskapasquer.de, +49 170 4230636

neue Adresse PRISKA PASQUER ab September 2020:
PRISKA PASQUER
c/o Neuland
Konrad-Adenauer-Ufer 83
50668 Köln

ARCHIV

ARCHIV

OUR DUTY IS TO EXPERIMENT (Alexander Rodchenko)

Ausstellung: 2.7. – 1.8.2020

Di–Fr von 11–18h / Sa von 11–16h u.n.V.

Ausgewählte Werke aus 20 Jahren
Galerie PRISKA PASQUER

ELENA BAJO, JANE BENSON, RUDOLF BONVIE, ERICH CONSEMÜLLER, T. LUX FEININGER, GIACOMELLI, FABIAN HERKENHOENER, PIETER HUGO, LEIKO IKEMURA, GRIT KALLIN- FISCHER, RINKO KAWAUCHI, JULIA KÖNIG, KAREN LOFGREN, RADENKO MILAK, DAIDO MORIYAMA, ASAKO NARAHASHI, WARREN NEIDICH, MIKA NINAGAWA, MARCELLO NIZZOLI, HANNO OTTEN, ENRICO PRAMPOLINI, JOHANNA REICH, TRISTANO DI ROBILANT, ALEXANDER RODCHENKO, ULRIKE ROSENBACH, AUGUST SANDER, ALBRECHT SCHÄFER, LIEKO SHIGA, ELIZAVETA SVILOVA-VERTOVA, YUTAKA TAKANASHI, TAMIKO THIEL, FIONA VALENTINE THOMANN, SHOMEI TOMATSU, CHARLOTTE TRIEBUS, PIET ZWART

Ausstellung: 2.7. – 1.8.2020

Di–Fr von 11–18h / Sa von 11–16h u.n.V.

+49-221-952 63 13
info@priskapasquer.de
www.priskapasquer.art

ARCHIV

ARCHIV

Notes on a post-order of things

Fabian Herkenhoener

Eröffnung: Donnerstag, 28. Mai

Ausstellung: 28.5. – 27.6.2020

Di–Fr von 11–18h / Sa von 11–16h u.n.V.

 

PRISKA PASQUER
Albertusstraße 18
50667 Köln

+49-221-952 63 13
info@priskapasquer.de
www.priskapasquer.art

 

Notes on a post-order of things

Was also ist der Organismus in der Welt, wenn nicht der unbedachte Flug eines Möglichen in das Herz des Unmöglichen, das ihn umgibt' 
(George Bataille, Der Übervölkerte Planet, aus: Das Unfertige System des Nichtwissens)

Ich nähere mich diesen Leinwänden wie Notizen, halte sie in einem skizzenhaften und unvollständigem Zustand. Sie geben einer rudimentären Erscheinung der Dinge Form, und eine Struktur, die Gedankenprozesse markiert oder aufzeichnet. 
Ich habe mit dieser Reihe von Bildern letztes Jahr begonnen, damals als eine Untersuchung des von der Norm Abweichenden, von Grenzerfahrungen und -Überschreitungen, ein anthropologischer Ansatz zu einer aus den Fugen geratenen Welt. Ein imaginatives Zu-Ende-Denken der Dinge als fiktive Repräsentation einer Anders-, Nach- oder Vorzeitlichkeit.
Mittlerweile ist die affirmative Handlung der poetischen Imagination ein Mittel zum Erlangen von Resilienz im Angesicht der realen Umstände geworden. Ich suche nach einer Möglichkeit bestimmte Ideen und Denkweisen zu überwinden, das Ersticken des Denkens in der alltäglichen Semantik einer konventionalistischen Klassifizierung. Ich denke solange Poesie möglich ist - als das Sehnen nach dem Unmöglichen - kann eine Art von Hoffnung möglich sein. Ich sehe Kunst als ein Mittel der Realität, in dem sie über sich selbst bewusst wird.
Fabian Herkenhoener, Mai 2020

 

Eröffnung: Donnerstag, 28. Mai

Ausstellung: 28.5. – 27.6.2020

Di–Fr von 11–18h / Sa von 11–16h u.n.V.

 

ARCHIV

Ausstellungsansicht, © die Künstler

Ausstellungsansicht, © die Künstler

Ausstellungsansicht, © die Künstler

 

ARCHIV

ON EQUAL TERMS II

Charlotte Triebus, Astrid Klein und Rudolf Bonvie, Albrecht Schäfer, Warren Neidich, David Zink Yi, Johanna Reich, Radenko Milak, Mirjam Baker

Ausstellung: 7.2. – 8.4.2020

Di–Fr von 11–18h / Sa von 11–16h u.n.V.

 

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ON EQUAL TERMS I

Banz & Bowinkel, Jane Benson, Pauline Fabry, Yutao Gao, Fabian Herkenhoener, Julia König, Karen Lofgren, Hanno Otten

Ausstellung: bis 1.2.2020

Di–Fr von 11–18h / Sa von 11–16h u.n.V.

ON EQUAL TERMS I

Wir leben in einer Welt des Umbruchs. In dem dramatisch beschleunigten Prozess von Digitalisierung und Globalisierung lösen sich bekannte Strukturen auf. Polaritäten zersplittern in komplexe Diversitäten, hierarchische Ordnungen zerfallen. Wie können wir diese neue Welt verstehen, die mit unseren alten Denkkonzepten nicht mehr zu fassen ist? In der neuen Ausstellungsreihe „ON EQUAL TERMS“ versammelt PRISKA PASQUER künstlerische Arbeiten und Projekte, die sich mit diesem Themenkomplex auseinandersetzen. „ON EQUAL TERMS“ präsentiert Arbeiten verschiedenster Medien von Künstlerinnen und Künstlern, die das gleichberechtigte Nebeneinander und neue Gemeinschaftsgefühl in unserer global vernetzten Welt experimentell erkunden. Die Ausstellungsreihe „ON EQUAL TERMS“  untersucht, wie Künstler heute vorurteilsfrei in neuen Zusammenhängen denken, wie sie mit vernetzten Kommunikationsmodellen umgehen und Gleichberechtigung mit Diversität in Einklang bringen. Die gezeigten Kunstwerke eröffnen Denk- und Diskussionsräume.

 

PRISKA PASQUER
Albertusstraße 18
50667 Köln

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